Klasse des Hochwaldgymnasiums beschäftigt sich mit Thermografie

Waderner Schulprojekt: Der Gebäudedämmung auf der Spur

Reporter: Felix Alsfasser/ Onlinefassung: Rebecca Lambert   25.03.2025 | 16:30 Uhr

Heizen und Dämmung von Gebäuden – mit diesem Thema beschäftigen sich Schüler des Hochwaldgymnasiums in Wadern. Die 11. Klassenstufe bietet das Seminarfach „Mensch und Umwelt“ an und gewährt damit auch erste Einblicke ins Thema "Gebäudeenergieversorgung".

Tina Schweitzer am Waderner Hochwaldgymnasium unterrichtet das Seminarfach „Mensch und Umwelt“. Im Zuge dieses Faches hat sich die Klasse in einem Projekt auch mit dem Thema "Thermografie" beschäftigt, das bei der Dämmung von Gebäuden eine wichtige Rolle spielt.

Thermografie – was ist das?

Bei thermografischen Messungen werden mit einer Wärmebildkamera die Temperatur von Objekten erfasst und bildlich dargestellt. Kalte Stellen sind blau, je wärmer es wird, desto wärmer wird auch die dargestellte Farbe, so dass Wärme in gelb oder rot abgebildet wird. Mithilfe der Thermografie findet man also Schwachstellen in der Isolierung von Gebäuden.

So haben die Schülerinnen und Schüler ihr Schulgebäude untersucht. Mit dem Experten habe man festgestellt, wo der Wärmeverlust in der Schule am größten ist und so Löcher in der Isolierung ausgemacht, berichtet Schüler Ole. „Auch mit dem Gerät haben wir in die Fenster geschaut und da war ganz eindeutig, dass die Isolierung nicht so gut ist.“

Nicht nur negative Ergebnisse

„Besonders überrascht waren wir auch bei uns in unserer Aula-Vorhalle, da haben wir sehr große Fenster, da waren wir auch sehr überrascht zu sehen, dass die Aula-Vorhalle sehr gut isoliert ist, also da ist im Vergleich zu anderen Fenstern sehr wenig verloren gegangen“, sagt Emma.

Ergebnisse des Projektes

Die Ergebnisse der Untersuchung wurden von den Schülerinnen und Schülern an den Landkreis weitergegeben. Aber auch auf Social Media werden die Ergebnisse aufgearbeitet - auf einem eigens dazu ins Leben gerufenen Instagram-Account. Ziel ist es, überThermografie und die dazugehörigen Berufe aufzuklären.

Viele Menschen sollen profitieren

Die Schülerinnen und Schüler hoffen, dass ihre Arbeit noch mehr Menschen erreicht. „Der beste Account, der bei dem Projekt zustandekommt, wird dann auch am Ende bei der Webseite der Stadt Wadern verlinkt“, sagt Ole. „Und dann können sich auf jeden Fall noch mehr Menschen über das Thema informieren, was meiner Meinung nach sehr spannend ist".


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