Neunkirchen beschließt Haushalt 2025 mit Defizit
Der Stadtrat in Neunkirchen hat den Haushalt für 2025 verabschiedet. Da die Ausgaben die geplanten Einnahmen übersteigen, entsteht ein Defizit. Das will Neunkirchen mit Krediten und früheren Überschüssen begleichen.
Am Mittwoch hat der Neunkircher Stadtrat die Haushaltsplanung 2025 beschlossen. Die Stadt erwartet Einnahmen von insgesamt rund 128 Millionen Euro, denen Ausgaben von rund 150 Millionen Euro gegenüberstehen.
Keine Steuererhöhungen vorgesehen
Das strukturelle Defizit liegt bei etwa 21 Millionen Euro und ist im Vergleich zum Vorjahr gewachsen. Die Stadt will es mithilfe von Überschüssen aus Vorjahren und Krediten ausgleichen. Steuererhöhungen sind nicht vorgesehen. Angesichts der immer höheren Defizite sprach Oberbürgermeister Jörg Aumann (SPD) von einer Haushaltsnotlage.
Die Fraktionen machten übereinstimmend die Kreisumlage, die hohen Personalkosten und die mangelnde finanzielle Unterstützung durch Bund und Land dafür verantwortlich. Viele äußerten die Hoffnung, dass das Sondervermögen des Bundes für Infrastruktur die Kommunen entlasten könnte.
Die AfD lehnte den Haushalt als einzige Fraktion ab, weil zu wenig gespart werde und zu viele Schulden gemacht würden.
Investitionen etwa in Neubau einer Ganztagsschule
Für Investitionen sind im Haushalt rund 25 Millionen Euro vorgesehen. Diese fließen unter anderem in den Neubau der Ganztagsschule Fernstraße, Feuerwehrfahrzeuge und die Neugestaltung der Bliesterrassen.
Über dieses Thema haben auch die SR info-Nachrichten im Radio am 02.04.2025 berichtet.