Schwalbacher Heimatkundeverein sucht dringend neues Vereinsheim
In Schwalbach hat der Förderverein für Denkmalpflege und Heimatkunde große Sorgen: Er muss aus seinem Vereinssitz, dem „Dickfranzenhaus“, raus. Bis Ende November hat er noch Zeit, sonst stehen der Verein und seine Sammlung vor dem Aus.
Helmut Kreutzer läuft im Schwalbacher „Dickfranzenhaus“ die Treppe zum Archiv hoch. Er hat den Förderverein für Denkmalpflege und Heimatkunde 2002 gegründet. Über drei Etagen hat er verschiedenste Dinge gesammelt.
Doch nun ist erstmal Räumen angesagt. Denn bis November muss der Verein aus dem "Dickfranzenhaus" raus. Denn der Vermieter hat Eigenbedarf angemeldet.
Schwalbacher Heimat- und Bergbaugeschichte
Im Archiv des Vereins stapeln sich die Ordner mit alten Zeitschriften, Zeitungen und alten Vereinsblättern. Außerdem gibt es jede Menge Alltagsgegenstände von früher, alte Waffeleisen oder verschiedene uralte Bügeleisen.
Auf eine Sache ist Helmut Kreutzer besonders stolz: die Bergbau-Sammlung, insbesondere die Lampen. "Von den ersten Lampen bis zu den modernen. Das waren Öllampen. Was hier so flach ist, das sind Fettlampen. Das sind tierische Fette." All das sei sein Lebenswerk, so Kreutzer.
Helmut Kreutzer hat damals selbst unter Tage gearbeitet. Und so hat auch er seine Utensilien der Sammlung beigesteuert.
Dorftreffpunkt in Schwalbach
Seit sie 2007 ins „Dickfranzenhaus“ gezogen sind, ist das der Dreh- und Angelpunkt des Vereins. Jeden Mittwoch kocht ein Mitglied des Vereins für um die 20 Personen. Ein Treffpunkt auch für ältere Menschen im Dorf. Und der würde nun als Anlaufstelle bald fehlen.
Sollte man bis zum November keinen neuen Vereinssitz finden, gehen die Vereinsvorsitzenden davon aus, dass der Verein aufgelöst werden muss.
Heimatgeschichte bewahren
Auch für die Sammelstücke gebe es keinen Platz: "Das können wir dann alles auf dem Flohmarkt verkaufen." Und das wollen sie auf gar keinen Fall. "Es soll auch erhalten bleiben für den Nachwuchs. Dass man denen auch mal zeigen kann, was in Schwalbach mal so war, ganz besonders der Bergbau."
Neue Räumlichkeiten dringend gesucht
Seit Anfang 2024 weiß der Verein, dass er raus muss. Denn der Vermieter hat Eigenbedarf angemeldet. Der 2. Vorsitzende des Vereins, Detlef Breier, ist besorgt: "Im Moment stehen wir halt hier und die Zeit rennt uns davon und wir wissen nicht, wo wir hin sollen."
Deswegen suchen sie gerade aktiv nach Räumen, alten Häusern oder Möglichkeiten, ihre Sammelstücke aus dem Archiv unterbringen zu können.
Ein Thema in der Sendung "Region am Nachmittag" am 26.02.2025 auf SR 3 Saarlandwelle.