Noch 170 Anträge auf Hochwasserhilfen unbearbeitet

Noch 170 Anträge auf Hochwasserhilfen unbearbeitet

Lazlo Mura   02.04.2025 | 17:57 Uhr

550 Anträge auf Hochwasserhilfen sind bereits bearbeitet - 170 Anträge sind noch offen, trotz Bearbeitungsfrist bis Ende März. Laut Landkreistag ist diese aufgrund der aufwendigen Bearbeitung nicht einhaltbar gewesen. Die neue Frist ist nun bis Mitte des Jahres gesetzt.

Nach dem Pfingsthochwasser sind bis Ende letzten Jahres rund 550 Anträge auf Finanzhilfe bei den Landkreisen eingereicht worden. Knapp ein Drittel davon ist laut Landkreistag immer noch nicht bearbeitet - etwa 170 Fälle sind offen.

Eigentlich hatte sich der Landkreistag eine Frist gesetzt, mit allen Anträgen bis Ende März fertig zu sein. Das war allerdings nicht möglich. Die Verzögerung liege an zu langen und aufwändigen Verfahren, so der stellvertretende Vorsitzende des Landkreistags, Udo Recktenwald.

Video [aktueller bericht, 02.04.2025, Länge: 3:00 Min.]
Viele Anträge auf Hochwasserhilfe immer noch offen

Oft fehlende Unterlagen Schuld an Abweisung

Von den bereits entschiedenen Anträgen wurden bislang in rund 150 Fällen Zuwendungen bewilligt – rund 200 Anträge sind abgelehnt worden. Die häufigsten Ablehnungsgründe laut Landkreistag: fehlende Antragsunterlagen, eine Versicherung wäre zumutbar gewesen, die Schadenssumme war zu gering oder die Antragsteller waren nicht in der Immobilie gemeldet, für die sie den Antrag gestellt hatten.

Der Großteil der Anträge geht auf Privathaushalte und Unternehmen zurück – nur rund fünf Prozent auf Vereine. Der Landkreistag geht jetzt davon aus, dass bis Mitte des Jahres alle Anträge bearbeitet sind.

Über dieses Thema haben auch die SR info-Nachrichten im Radio am 02.04.2025 berichtet.


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