Cispa-Geschäftsführer Backes bemängelt schleppendes Tempo bei Innovation Campus
Der CISPA-Gründungsdirektor und Geschäftsführer Michael Backes kritisiert, dass die Erschließung des Start-Up-Campus in St. Ingbert nicht schnell genug geht. Er fordert eine schnelle Lösung.
Die Erschließung des Start-Up-Campus in St. Ingbert kommt nur schleppend voran. Seit der Verkündung 2020 sei an der Alten Schmelz kaum etwas passiert, sagte der CISPA-Gründungsdirektor Michael Backes dem SR.
Hinzu komme die Ankündigung von Wirtschaftsminister Jürgen Barke (SPD), dass Start-Ups erst in fünf Jahren dort einziehen könnten. In solchen Zeiträumen sei kein Startup-Ökosystem aufzubauen. Insbesondere nicht in so einer hochdynamischen Branche wie der IT.
Nachholbedarf bei Internet- und Straßenausbau
Die CISPA-Start-Ups entschieden grundsätzlich selbst, wo sie sich ansiedeln. Als Bundesgroßforschungszentrum müsse man jetzt aber zeitnah eine Lösung finden. Das werde man in enger Abstimmung mit der Landesregierung machen, so Backes.
Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums stehen zurzeit bereits etwa 700 Quadratmeter Bürofläche an der Alten Schmelz zur Verfügung.
Namensänderung sorgt für Ärger
Ärger gibt es um den Namen des Campus. Denn der wurde geändert: Ursprünglich als "CISPA Innovations Campus" geplant, wurde er jetzt schlicht in Innovation Campus umbenannt.
Dort müssen nach Ministeriumsangaben noch Infrastrukturarbeiten wie Internet- und Straßenausbau vorgenommen werden. Dafür hatte der Ministerrat am Dienstag fünf Millionen Euro bewilligt.
Über dieses Thema hat auch der "aktuelle bericht" im SR Fernsehen am 03.04.2025 berichtet.
Mehr zum Innovations-Campus in St. Ingbert
04.04.2025, 09:36 Uhr
Hinweis der Redaktion: In einer ersten Fassung des Artikels hieß es, die Pläne für den Campus seien 2010 bekannt gegeben worden. Richtig ist 2020. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.