Eine schwarz-weiße Panorama-Aufnahme mit einem Schloss und einem dreiköpfigen Drachen, der durch den Himmel fliegt.  (Foto: Pixabay / Tumisu // Bearb.: Marie Kribelbauer)

Der Drache

Märchenkomödie mit versteckter Systemkritik

von Jewgenij Lwowitsch Schwarz  

Sendung: Sonntag 20.04.2025 17.04 Uhr

Zum Inhalt:

Lancelot kommt auf seiner Wanderschaft in eine Stadt, die ein Drache seit hunderten von Jahren tyrannisiert: Der Drache verlangt von den Städtern ein schönes junges Mädchen zur Ehe, um es sofort nach der Hochzeit zu töten. Alle haben sich mit diesem Brauch abgefunden, denn, so tröstet man sich, dafür beschützt der Drache die Stadt ja auch – vor möglichen anderen Drachen. Lancelot hingegen drängt es danach, die Stadt zu befreien, zumal ihm das als nächstes Opfer vorgesehene Mädchen sehr gefällt…  

Seine Märchenkomödie schrieb Schwarz 1943, der „Drache“ symbolisierte zunächst Hitler und seine Armee, doch der weitere Verlauf der Handlung spiegelt die politischen Verhältnisse in der Sowjetunion unter Stalin und attackiert damit durch den Märchencharakter ironisch gebrochen Zwangsherrschaft und Totalitarismus ganz allgemein. „Der Drache“ durfte zu Lebzeiten des Autors nicht in Russland aufgeführt werden.

Zu hören ab dem 20.04.2025 in der ARD Audiothek: 
https://www.ardaudiothek.de/sendung/hoerspielzeit/38177266/

Produktion:

Von Jewgenij Lwowitsch Schwarz | Übersetzung aus dem Russischen von Dorothea Müller | Bearbeitung: Jörg Franz | Mit Jürgen Goslar, Walter Richter, Heinz Stöwer u.a. | Technische Realisation: Eduard Kramer u. Irma Müller | Musik: Heinrich Konietzny | Regie: Peter Arthur Stiller | Produktion: SR 1963 | Länge: 81:30 Min.  

Das Bild oben zeigt eine schwarz-weiße Panorama-Aufnahme mit einem Schloss und einem dreiköpfigen Drachen, der durch den Himmel fliegt.

HörspielZeit

Kontakt: hoerspiel@sr.de
Redaktion: Anette Kührmeyer

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