Vermiest die Parksituation in Saarbrücken das Weihnachtsgeschäft?
Starke Nerven brauchen seit einiger Zeit alle, die in Saarbrücken einkaufen möchten. Denn die Parksituation hat sich durch Baustellen und gesperrte Parkhäuser zugespitzt. Händler blicken deshalb mit Sorge auf das bevorstehende Weihnachtsgeschäft.
Mit dem Auto in die Stadt fahren zum shoppen, zum Kaffee trinken oder zum Friseurbesuch fahren - in Saarbrücken ist das seit einiger Zeit schwierig geworden. Denn durch Baustellen und gesperrte Parkhäuser hat sich die Parksituation deutlich zugespitzt. Das sorgt für Unmut bei den Passanten in der Saarbrücker Innenstadt.
Genervte Autofahrer in Saarbrücken
„Es ist mir einfach zuwider", so ein Mann aus Merchweiler, der von der aktuellen Situation genervt ist. „Du kommst ja kaum ran, es ist Verkehrschaos. Und mittags findest du keinen Parkplatz mehr.“
Wenig Parkplätze, das ist kein neues Problem in Saarbrücken. Zugespitzt hat sich die Lage auch durch das geschlossene Q-Park-Parkhaus am Theater. Seit dem Pfingsthochwasser ist das Parkhaus geschlossen - 450 Parkplätze stehen nicht zur Verfügung. Dazu kommen 570 Parkplätze unter der Westspangenbrücke, die bis Anfang Dezember wegfallen, weil dort an Ein- und Ausfahrt gebaut wird. Und auch an anderen Stellen fallen einzelne Parkplätze durch Baustellen weg.
Händler befürchten schlechtes Weihnachtsgeschäft
Auch Saarbrücker Geschäftsleute sind verärgert. Zur Buchhandlung Raueiser von Kurt Hoffmann am St. Johanner Markt würden derzeit deutlich weniger Kunden kommen. "Ich fand auch die Erweiterung der Fußgängerzone am St. Johanner Markt nicht glücklich. Da waren viele Parkplätze, die man genutzt hat, um mal schnell in ein Geschäft zu springen. Das wurde aufgegeben.“
Hoffmann ist eher pessimistisch, was das anstehende wichtige Weihnachtsgeschäft angeht. Und nicht nur die fehlenden Parkplätze seien ein Problem, sondern auch die hohen Parkgebühren, sagt er. "Wir brauchen uns auch nicht drüber unterhalten, dass Saarbrücken eine parkfeindliche Stadt ist, was die Gebühren angeht", so Hoffmann.
Forderung nach mehr Initiative durch Stadt
Die hohen Gebühren und fehlende Parkplätze führen auch dazu, dass sich Autofahrer alternative Parkmöglichkeiten suchen. Davon kann Philipp Elitzer von der Galerie Elitzer ein Klagelied singen. "Wir haben hier vor der Tür eine Ladenzone, die ist ständig von Parkern besetzt. Dass mal Kunden zum Ein- oder Ausladen kurz halten – fast nicht möglich.“
Auch Elitzer befürchtet deshalb ein schlechtes Weihnachtsgeschäft. Er fühlt sich machtlos und wünscht sich mehr Initiative der Stadt. Damit das Weihnachtsgeschäft doch noch ein Erfolg wird.
Ein Thema in der Sendung "Region am Mittag" am 14.11.2024 auf SR 3 Saarlandwelle