Viele Frauen arbeiten in Teilzeit
Teilzeitbeschäftigung ist im Saarland nach wie vor eine Frauendomäne. Das geht aus Zahlen der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit hervor. Nach Einschätzung der Behörde birgt die allerdings ein hohes Altersarmutsrisiko.
Von insgesamt 112.000 Teilzeitbeschäftigten im Juni vergangenen Jahres waren 88.900 Frauen. Das entspricht einem Anteil von fast 80 Prozent, teilte die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag mit. „Frauen sind nach wie vor häufiger durch Kinderbetreuung und häusliche Pflege gebunden. Oft ist dies ein Grund für die Teilzeitbeschäftigung“, erklärt Heidrun Schulz.
Die berge jedoch ein hohes Altersarmutsrisiko. Denn die mit verkürzter Arbeitszeit verbundenen Lohneinbußen führten dazu, dass der Aufbau einer eigenständigen Alterssicherung oft nicht ausreichend sei, so Schulz.
Vereinbarkeit von Beruf und Familie
„Daher ist es wichtig, dass wir gemeinsam mit unseren Partnerinnen und Partnern am Arbeitsmarkt Rahmenbedingungen schaffen, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern.“ Gleichzeitig verweist sie auf Beratungsangebote, Dienstleistungen sowie Fördermöglichkeiten der Agentur für Arbeit und der Jobcenter.
Wie aus den Zahlen der Bundesagentur für Arbeit weiter hervorgeht, arbeiteten im vergangenen Jahr 28,5 Prozent der Frauen im Gesundheits- und Sozialwesen, gefolgt vom Handel, in dem 15,4 Prozent der Frauen beschäftigt waren. Bei den Männern konzentrierte sich der größte Beschäftigungsanteil mit rund einem Drittel auf das Verarbeitende Gewerbe.
Regionale Unterschiede
Aufgrund der unterschiedlichen hohen Beschäftigungsanteile in den verschiedenen Branchen gibt es saarlandweite auch große Unterschiede, in welchen Orten mehr Frauen oder mehr Männer beschäftigt sind. Teilweise liegt die Frauenquote bei allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten bei mehr als 60 Prozent.
Über dieses Thema hat auch der SAARTEXT am 06.03.2025 berichtet.