Pingusson-Sanierung soll 59 Millionen Euro kosten

Jetzt ist es offiziell: Der marode Pingusson-Bau an der Saarbrücker Stadtautobahn, aufgrund seiner Bauweise auch "schmales Handtuch" genannt, wird von Grund auf saniert. Die Kosten werden von der Landesregierung auf 59 Millionen Euro geschätzt.

Es hat Jahrzehnte gedauert, bis sich eine saarländische Landesregierung dazu durchgerungen hat, jetzt aber steht es fest: Der Pingusson-Bau wird generalsaniert. Das haben die zuständigen Ministerien für Bau und Bildung und Kultur am Freitag bekannt gegeben.

Mit 59 Millionen Euro veranschlagt die Landesregierung die Sanierung des historisch wichtigen Gebäudes, das, an der Saarbrücker Stadtautobahn gelegen, bis 2014 das Bildungsministerium beherbergte. Die Sanierung des Pingusson-Ensembles sei kulturell bedeutsam, aber auch wirtschaftlich machbar, betonten die zuständigen Ministerien.

Jahrelanger Leerstand

Es war ein langer Weg bis zu dieser Entscheidung. Bereits 2011 gab es einen ersten Ministerratsbeschluss zum Erhalt des Gebäudes, der aber nie umgesetzt wurde. Auch deshalb sind die Baukosten im Laufe der Jahre gestiegen. Frühestens ab 2026 soll die Sanierung nach Angaben des Innenministeriums beginnen. 

Dazu gehört auch eine neue Innengestaltung des "schmalen Handtuchs". Etwas anderes als die Sanierung wäre wohl auch nicht möglich gewesen. Es sei denn, man hätte das Bauwerk verfallen lassen. Denn eine Neubebauung der Fläche ist aufgrund der Nähe zur Autobahn gar nicht möglich.

Kultusministerium will wieder einziehen

Am Ende der Sanierung soll das Bildungs- und Kulturministerium wieder in das Pingusson-Gebäude einziehen. Wie lange das dauern wird, da wagt keiner eine Prognose. SPD-Fraktionschef Ulrich Commerçon, der sich stark für den Erhalt des Baus eingesetzt hat, geht aber von einem Zeitraum von rund sieben Jahren aus, bis das Gebäude wieder in neuem Glanz erstrahlt.

Das Gebäude war zu Beginn der 1950er Jahre von dem französischen Architekten und Städteplaner Georges-Henri Pingusson entworfen und errichtet worden. Von 1954 bis 1959 war die französische Botschaft hier untergebracht. Von 1960 bis 2014 war das saarländische Kulturministerium dort ansässig.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 15.12.2023 berichtet.

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