Kaufland darf Real Saarbrücken und Homburg übernehmen
Kaufland kann die beiden Real-Standorte im Saarbasar Saarbrücken und in Homburg übernehmen. Das Bundeskartellamt hat am Freitag grünes Licht für die Übernahme von bundesweit 22 Standorten gegeben. Unklar ist aber nach wie vor, was aus den Filialen in Saarlouis und Bexbach wird.
Die Zerschlagung des Lebensmittelhändlers Real geht weiter: Nachdem bereits Ende Mai bekannt geworden war, dass Globus den Standort Dudweiler Anfang nächsten Jahres übernimmt, steht nun offenbar die Zukunft zweier weiterer Filialen fest. Die Real-Filialen im Saarbrücker Saarbasar und in Homburg können vom zur Schwarz-Gruppe gehörenden Großflächen-Discounter Kaufland übernommen werden. Eine finale Bestätigung durch das Unternehmen steht allerdings noch aus.
Zukunft von Saarlouis und Bexbach unklar
Das Bundeskartellamt hat am Freitag grünes Licht für die Übernahme von insgesamt 22 Real-Standorten bundesweit gegeben. Es sei „keine erhebliche Behinderung wirksamen Wettbewerbs in den betroffenen Markträumen“, zu erwarten, teilte die Bonner Behörde mit.
Unklar ist weiter, was aus den beiden Real-Standorten in Saarlouis und Bexbach wird. Das Bundeskartellamt konnte dazu am Freitag keine Auskunft geben.
Die „großen Vier“ unter der Lupe
Der russische Finanzinvestor SCP hatte vergangenes Jahr die gut 270 Filialen von Metro übernommen, um die Handelskette zu zerschlagen und weiterzuverkaufen. Die Zerschlagung gilt als wohl letzte Chance für die etablierten deutschen Handelsketten, ihr Filialnetz noch einmal kräftig zu erweitern.
Filialübernahmen werden seit einiger Zeit von den Wettbewerbshütern genau unter die Lupe genommen, vor allem bei den „großen Vier“ Edeka, Rewe, Aldi und der Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland), die zusammen auf einen Marktanteil von über 85 Prozent kommen.